Prävention gegen sexualisierte Gewalt

 
Unsere Pfarrei soll ein sicherer Ort sein – im Besonderen für Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene. Alle, die sich bei uns engagieren und alle, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sollen sagen können: „Hier fühle ich mich wohl!“. Um diesem Ziel näher zu kommen haben wir auf der Basis der diözesanen Regelungen Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die wir hier vorstellen.
 
 

Auf Grundlage der Rahmenordnung Prävention und der Ausführungsbestimmungen des Erzbistums Freiburg von Dezember 2021 erarbeiten wir derzeit ein neues institutionelles Schutzkonzept für die Pfarrei St. Stephan Karlsruhe.
 

Was ist ein institutionelles Schutzkonzept?

Das institutionelle Schutzkonzept unserer Kirchengemeinde bündelt die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt in unserer Kirchengemeinde. Es beinhaltet unsere Erkenntnisse aus der Schutz- und Risikoanalyse und die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen.
Das institutionelle Schutzkonzept unserer Kirchengemeinde bündelt die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt in unserer Kirchengemeinde. Es beinhaltet unsere Erkenntnisse aus der Schutz- und Risikoanalyse und die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen.
Inhalte sind unter anderem:
  • Thematisierung des Themas im Kontext Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Unterschrift der Erklärung zum grenzachtenden Umgang mit Verhaltenskodex
  • Teilnahme an Präventionsschulungen
  • Einsicht in Erweiterte Führungszeugnisse
  • Handlungsleitfäden für die Intervention
  • Ansprechpersonen für Betroffene und externe Anlaufstellen
Die Maßnahmen gelten sowohl für unsere Beschäftigten als auch für ehrenamtlich tätige Personen.
 
Unsere Kindertageseinrichtungen präzisieren die Regelungen des Schutzkonzeptes für ihren Arbeitsbereich.
 

In unseren Präventionsschulungen informieren wir über das Thema sexualisierte Gewalt (z.B. Täterstrategien, Ausmaß, ...), sensibilisieren wir für einen grenzachtenden Umgang und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und (sexualisierten) Übergriffen. Auch die Auseinandersetzung mit unserem Verhaltenskodex spielt eine wichtige Rolle. 
 

Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, die in ihrer Tätigkeit in regelmäßigem und/oder engerem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen bzw. schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen sind, sind nach staatlichem und kirchlichem Recht zur Vorlage eines erweiterten Führungzeugnisses verpflichtet.

Hier arbeiten wir mit der Zentralen Prüfstelle im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg zusammen, die die Einsicht in die Führungszeugnisse übernimmt und dafür eine Bescheinigung ausstellt. Diese Bescheinigung wird von uns dokumentiert. 
 

Ein grenzachtender Umgang mit- und untereinander ist uns wichtig und soll unser kirchliches Handeln prägen.
Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen.
Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.  
 
 

Hilfe und Unterstützung bei Vermutungen und Vorfällen

In unserer Kirchengemeinde ermutigen wir Menschen dazu, sich zu Wort zu melden, wenn sie von Grenzverletzungen, Übergriffen bzw. psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder davon erfahren. 
 
Bei Fragen und persönlichen Anliegen zum Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt stehen Ihnen unsere haupt- und ehrenamtlichen Ansprechpersonen zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie auf dieser Seite Kontaktmöglichkeiten zu externen Fachberatungsstellen und Unterstützungsangeboten. 
  
Ehrenamtliche Ansprechperson für Prävention
Stellv. Leitender Pfarrer
Ehrenamtliche Ansprechperson für Prävention
Ehrenamtliche Ansprechperson für Prävention
 

Ansprechpersonen im Kath. Jugendhaus & KHG

Im Bereich der Jugendarbeit stehen insbesondere auch die Vertrauenspersonen des Katholischen Jugendhaus Karlsruhe-Ettlingen als Ansprechpersonen zur Verfügung, diese finden Sie auf der Seite des Kath. Jugendhaus:
 
In der Katholischen Hochschulgemeinde sind die Hochschulseelsorger Steffen Bayer und Volker Schwab Ansprechpersonen für Prävention.
Kontakte und weitere Informationen finden Sie hier: 
 
 

Unabhängige Fachberatungsstellen

Wildwasser Karlsruhe e.V. 

www.wildwasser-karlsruhe.de 
  0721 859173

Allerleirauh Karlsruhe

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch

kostenlos, anonym; auch online per Chat, E-Mail
  0800 2255530

Nummer gegen Kummer

  • Telefonnummer für Kinder und Jugendliche: 
      116 111 (Mo-Sa 14-20 Uhr)
    (kostenlos, anonym, auch online per Chat oder E-Mail)
  • Telefonnummer für Eltern:
      0800 111 0 550 (Mo-Fr 9-17 Uhr, Di und Do bis 19 Uhr)
    (kostenlos, anonym)
 
 

Präventionsschulungen

In den Schulungen für unsere ehrenamtlich tätigen Personen informieren wir über das Themenfeld und sensibilisieren, um die Kultur der Grenzachtung zu steigern. Folgende Schulungsangebote sind aktuell geplant:
 
 
  
Mi. 20.05.2026
15:00 - 17:00
Konfrontation Ehrenamtlicher und von Kolleginnen/Kollegen in Bezug auf Grenzüberschreitungen und übergriffigem Verhalten
Sie beobachten, dass eine ehrenamtliche Mitarbeiterin oder ein Kollege sich übergriffig verhält und überlegen: Soll ich sie / soll ich ihn nun darauf ansprechen? - und wenn, dann wie?
Online über Cisco-Webex
Mi. 17.06.2026
17:00 - 19:30
Auffrischungsschulung für Engagierte und Mitarbeitende in Besuchsdiensten
In dieser Schulung wird der Blick auf die Besonderheit von Besuchsdiensten und die damit zusammenhängenden Fragen nach einem angemessenen Nähe-Distanz-Verhältnis gerichtet. Weitere Themen sind die Rechte von schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen und ihre mögliche Betroffenheit von sexualisierter Gewalt.
Online über Cisco-Webex
Mi. 17.06.2026
18:00 - 21:30
Basisschulung Schutz vor sexualisierter Gewalt
Die Schulung für alle in der Jugendarbeit engagierten.
Kath. Jugendhaus Karlsruhe-Ettlingen
Karlsruhe
Mi. 01.07.2026
18:00 - 21:00
Scham und Würde spielen in jedem pädagogischen und zwischenmenschlichen Kontext eine zentrale Rolle
In der Präventionsarbeit - so betont es auch die Präambel der Rahmenordnung gegen sexualisierte Gewalt - da geht es darum, Würde und Integrität zu achten und sichere Lern- und Lebensräume zu gestalten. 
Online über Cisco-Webex
Di. 20.10.2026
17:00 - 20:00
Einführung und Hintergründe zur Peergewalt
Nach einer Einführung und Hintergründe zur Peergewalt beschäftigen sich die Teilnehmenden auch mit Handlungsempfehlungen und Möglichkeiten der Prävention.
Online über Cisco-Webex
Di. 24.11.2026
18:00 - 21:00
Nach einer kurzen Wissensauffrischung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Beispielfällen von übergriffigem Verhalten und suchen angemessene Handlungswege
Nach einer Wissensauffrischung beschäftigen sich die Teilnehmenden in dieser interaktiven Schulung mit Beispielfällen von übergriffigem Verhalten und suchen angemessene Handlungswege. 

 
Online über Cisco-Webex
 
 
 

Informationen und Materialien der Erzdiözese Freiburg

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt

Wir in der Erzdiözese Freiburg haben aus der Vergangenheit gelernt, und das schon seit Jahren: Die Verbrechen der sexualisierten Gewalt und deren Vertuschung dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb unternehmen wir alles Menschenmögliche, um Kirche zu einem sicheren Raum für alle zu machen. Zugleich stellt sich die Erzdiözese ihrer Vergangenheit und arbeitet die früheren Fehler auf. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, Hilfsangeboten und zur Aufarbeitung.
 
 

Einige diözesane Materialien finden Sie unter diesen Links: