17. April 2026 – Mit einem feierlichen ersten Spatenstich hat die Katholische Gesamtkirchengemeinde Karlsruhe den Bau des „Forums St. Stephan“ offiziell eingeleitet. Unter dem Leitmotiv „Raum für Sichtbarkeit“ entsteht an der Ritterstraße bis 2028 ein zukunftsweisendes Ensemble, das die historische Kirche St. Stephan städtebaulich „befreit“ und neue Formen der Begegnung zwischen Kirche, Stadtverwaltung und Bürgerschaft ermöglicht.
Ein Schulterschluss von Kirche, Stadt und Region
Zur feierlichen Zeremonie versammelten sich zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Bauwesen. Gemeinsam setzten der leitende Pfarrer Markus Miles, Baubürgermeister Daniel Fluhrer, Volker Deck (Sachgebietsleitung Finanzen), Alexander Sester (Pfarreiökonom) sowie Vertreterinnen des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg gemeinsam mit den Architekten und dem regionalen Bauunternehmen Trautmann den ersten Spaten. Pfarrer Markus Miles würdigte in seiner Ansprache das starke Fundament des Vorhabens: „Ohne die Initiative, die aus der Gemeinde, den Räten, der Gesamtkirchengemeinde und dem Dekanat hervorgegangen ist, stünden wir heute nicht hier. Wir investieren hier ganz gezielt in die Menschen in Karlsruhe.“
Architektur der Offenheit und Nachhaltigkeit Das Herzstück des Entwurfs des Karlsruher Architekturbüros baurmann.dürr ist die Öffnung des Stadtraums. Durch den Rückbau des alten, dreigeschossigen Pfarrhauses wird die Ostseite der Kirche St. Stephan erstmals seit Jahrzehnten wieder voll sichtbar. Das neue Forum wird als modernes Verwaltungs- und Pastoralzentrum fungieren und durch einen öffentlichen Pavillon ergänzt.
Technisch setzt das Projekt Maßstäbe beim Klimaschutz:
Urban Mining: Das mineralische Abbruchmaterial des alten Pfarrhauses wird direkt vor Ort rezykliert und als R-Beton im Neubau wiederverwendet.
Holzhybridbauweise: Das Gebäude kombiniert ökologische Baustoffe mit moderner Statik.
Höchste Standards: Photovoltaik-Anlagen, effiziente Wärmerückgewinnung und begrünte Dächer sorgen für eine exzellente Energiebilanz.