Erzbischof Stephan Burger und Generalvikar Christoph Neubrand besuchen Karlsruhe
18.09.2026 |
Besuchsreihe der neuen Pfarreien / Persönlicher Austausch mit den Menschen vor Ort steht im Mittelpunkt
Nachdem Erzbischof Stephan Burger und Generalvikar Christoph Neubrand ihre Besuchsreihe in den neuen Pfarreien im Frühjahr dieses Jahres gestartet haben, waren die beiden am Donnerstag, den 17. September 2026, zu Gast in Karlsruhe. In mehreren Gesprächsrunden trafen Erzbischof und Generalvikar auf zahlreiche hauptamtliche Mitarbeitende sowie ehrenamtlich Engagierte, die seit dem 1. Januar 2026 vor Ort in Karlsruhe praktisch das umsetzen, was zuvor auf Bistums- und Pfarreibene im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 geplant und vorbereitet worden ist, und die das Gemeindeleben vor Ort gestalten.
Auf dem Programm standen Gespräche mit dem Kernteam und Verwaltungsvorstand der Pfarrei St. Stephan Karlsruhe sowie dem gesamten Seelsorgeteam. Es ging unter anderem darum, was sich innerhalb der neuen Strukturen bereits gut etabliert habe, aber auch darum, an welchen Stellen es noch nachzujustieren gelte – sowohl auf pastoraler als auch verwaltungstechnischer Ebene. Neben Themen, die konkret die Pfarrei St. Stephan betrafen, ging es auch um diözesane sowie weltkirchliche und auch aktuelle Themen, wie beispielsweise KI.
"Unsere Herzen sollen die Liebe Jesus Christus weitertragen."
Das Highlight des Besuchs war die gemeinsame Eucharistiefeier, die Erzbischof Stephan Burger und Generalvikar Christoph Neubrand zusammen mit Markus Miles als Leitender Pfarrer und Daniel Kunz als stellvertretender Leitender Pfarrer sowie zahlreichen Gemeindemitgliedern und über 50 Ministrantinnen und Ministranten in der Kirche St. Bernhard in der Karlsruher Oststadt feierten. In seiner Predigt betonte Erzbischof Stephan Burger, wie wichtig jede und jeder einzelne für das große Ganze sei: "Es braucht den Blick eines jeden einzelnen von uns auf das Wesentliche: Jesus in den Blick und ins Herz nehmen. Daraus erwächst Kraft, sich auf das zu konzentrieren, was unser Leben ausmacht: der Glaube an Jesus Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist. Unsere Herzen sollen diese Liebe weitertragen." Darüber hinaus ermutigte er die Gemeindemitglieder, aktiv die Begegnung mit Jesus Christus zu suchen und dankte allen, die sich auf diversen Ebenen in der Pfarrei St. Stephan Karlsruhe engagieren, einbringen und gestalten. "Ich danke Ihnen allen in Haupt- und Ehrenamt, die sich dem Evangelium verschrieben haben, und die diesen Prozess bisher begleitet haben und weiterhin begleiten werden. Denn Gott hat uns den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit gegeben."
Im Anschluss kamen der Erzbischof und der Generalvikar mit den Mitgliedern des Pfarreirats sowie des Pfarreivermögensverwaltungsrats zusammen, um auch mit den Ehrenamtlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen - als Zeichen der Wertschätzung, denn der persönliche Austausch sei ihnen persönlich sehr wichtig. Auch in dieser Runde gab es erneut Raum, positive Erfahrungen zu teilen, aber auch Herausforderungen klar zu benennen und Perspektiven zu geben. Ehrenamtliches Engagement bleibe weiterhin ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Gemeindelebens, betonte Erzbischof Stephan erneut an dieser Stelle.
Hintergrund und Ausblick
Die Kirchenentwicklung 2030 ist der tiefgreifendste Veränderungsprozess in der 200-jährigen Geschichte der Erzdiözese Freiburg. Mit ihr verbunden ist die Bildung der 36 Pfarreien zum 1. Januar 2026 − eine Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen, sinkende Mitgliederzahlen, weniger Priester und geringere finanzielle Mittel.
In diesem Jahr folgen noch zwei weitere Pfarreibesuche. Bis 2030 will Erzbischof Stephan Burger gemeinsam mit Generalvikar Christoph Neubrand alle neuen Pfarreien der Erzdiözese besuchen.

























